Ein Wochenende mit dem BMW i8

Hauptpreis der Power-Party-Verlosung

 

Wie sich Fahrspass in einem BMW i8 Hyprid-Sportwagen anfühlt, durfte Patrik Lerch, Abteilungsleiter bei Schneider Electric, erfahren. Als Gewinner des Hauptpreises von e'mobile, der Fachgesellschaft für energieeffiziente Mobilität von Electrosuisse, konnte er während eines Wochenendes den äusserst sportlichen BMW i8 Probe fahren.

Wie haben Sie effiziente Mobilität persönlich erfahren mit dem «BMW i8»?

Mit dem «Rennwagen» natürlich sehr spassig. Eindrücklich war die Beschleunigung mit dem Elektromotor. Auch spannend ist es, elektrisch und leise aus dem Quartier zu fahren und so niemanden zu stören. Ein wenig kritisch würde ich die Tatsache benennen, dass «Effizienz» mit einem BMW i8 vielleicht etwas anders definiert werden muss.

 

Der i8 ist ein Sportwagen mit 360 PS und ich habe 7,5 l/100 km Benzin verbraucht (über eine gesamte Distanz von 850 km). Mit meinem «normalen VW Passat» verbrauche ich ca. 5,5 l/100 km. Der Verbrauch des BMW i8 ist für ein Sportwagen sicher tief und gut, aber effizient im engeren Sinne finde ich es nicht. Die 30 km elektrische Reichweite ist auch nicht sehr viel. Für den Stadtverkehr zum Einkaufen ist das Auto mangels Platz im Kofferraum nicht wirklich geeignet. Preislich befindet sich das Fahrzeug im oberen Segment. Alles in allem ist der BMW i8 meines Erachtens kein Zweitwagen, sondern eher der Dritt- oder Viertwagen.

 

Interessant waren auch die Begegnungen mit diversen «Schaulustigen» auf Parkplätzen: Sie kamen näher, haben das Auto bestaunt und Fragen gestellt. Die meisten waren überrascht, dass es ein Hybrid-Fahrzeug ist. Und die Leistung des Autos hat auch alle überrascht. Die Freude war gross und die Feedbacks immer positiv. Ob das nun wegen des sportlichen Autos oder wegen dem Hybrid-Antrieb war ist schwierig zu beurteilen. Alles in allem war es ein super Erlebnis, den BMW i8 zu fahren.

 

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft selbst ein Elektrofahrzeug zu fahren?

Wenn die Reichweite 200 km und mehr ist, dann ja. Ansonsten kann ich das Auto nicht im täglichen Bedarf verwenden. Ferien würde ich nicht als «täglicher Bedarf» benennen. Aber von meiner Region Solothurn/Olten aus mal nach Zürich, Lausanne, Luzern, Basel, etc. müsste ein Hin- und Rückweg ohne Ladezyklus möglich sein. Ansonsten wird es kompliziert. Wenn ich ein solches Fahrzeug als Erstwagen brauchen will, muss es auch Platz für Passagiere oder Gepäck bieten.

 

Wie sieht «die Mobilität der Zukunft» aus?

Kurzfristig wird sich wenig ändern. Mittelfristig wird die Elektromobilität sicher zunehmen. Sehr langfristig denke ich, dass wir mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen auch «automatischen Individualverkehr» haben werden, d.h. einfädeln ins System, gesteuert über GPS und Sensorik. Ich habe im Fahrzeug die Möglichkeit zu Arbeiten, Zeitung zu lesen, etc., aber: Ich muss mich nicht an einen Fahrplan halten. Der persönliche Fahrspass würde darunter natürlich leiden, aber für das Verkehrssystem wäre es sicher nicht falsch.

 

Was nehmen Sie als Fazit aus den Erfahrungen mit dem BMW i8 mit?

Grundsätzlich stehe ich der Elektromobilität offen gegenüber. Diese Erfahrung war die erste für mich mit einem Elektro-, bzw. Hybridauto. Sie war sehr angenehm und hat meine Einstellung «Pro-Elektromobilität» sicher gefördert. Die Hybrid-Lösung für einen Sportwagen ist für mich aber eher fraglich, weil der Elektromotor eigentlich nur der Beschleunigung dient. Bei einem «normalen Auto» macht ein Hybridantrieb dann sicher mehr Sinn und wirkt sich auf die Effizienz auch deutlich positiver aus. Alles in allem ist meine Einstellung noch etwas mehr in Richtung Elektromobilität gerutscht. Und ich bin natürlich sehr glücklich darüber, dass ich mit dem Gewinn diese Erfahrung machen durfte. Danke an Electrosuisse und danke auch an BMW. Der Besuch im BMW Brand-Experience-Center war natürlich auch sehr eindrücklich!