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Mirjam Tschopp

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Smart Home 2017, Baden

21.03.2017

Komfortabel und fast autark: die Häuser der Zukunft

Über 300 Interessierte trafen sich am 21. März 2017 im Trafo Baden, um neuste Smart-Home-Trends kennenzulernen, Sicherheitsfragen zu diskutieren, Möglichkeiten der nachhaltigeren Stromerzeugung zu vergleichen und offenen Fragen bezüglich Komfort und Kontrolle aufzuspüren. Die vielseitige Tagung wurde ergänzt durch eine Ausstellung mit Produkten aus dem Smart-Home-Bereich und der Elektromobilität. Smart wird es erst, wenn alle Involvierten interdisziplinär zusammenarbeiten, was auch dadurch unterstrichen wurde, dass hinter der Smart Home 2017 vier führende Verbände stehen: Electrosuisse, GNI, VSEI und VSRT.

  

Das Spektrum der durch Electrosuisse organisierten Fachtagung war breit und praxisnah. Dabei stand oft die Kundenperspektive im Mittelpunkt. Es wurde beispielsweise im Vortrag von Olivier Steiger, Dozent für Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern, klar, dass die Benutzerschnittstellen entscheidend sind, ob sich eine Technologie durchsetzt oder nicht. Mit zahlreichen Beispielen illustrierte er, dass Gewohntes beibehalten werden soll und das die Bedienung ohne Benutzerhandbuch und Grundkenntnisse der Physik möglich sein sollte.

 

Energie war auch ein Thema an der Tagung: Bettina Furrer, die Leiterin des Instituts für Nachhaltige Entwicklung der ZHAW, ging auf Smart Home al Energieeffizienz- Massnahme der Energiestrategie 2015 ein. Diverse Gebiete treffen dabei aufeinander – ICT, Elektroinstallateure, Gesundheitsbranche – und sind nun gefordert, eine gemeinsame Sprache zu finden. Christian Frei erläuterte dann, wie sich der Eigenverbrauch in einem Einfamilienhaus erhöhen lässt.

  

Ein smartes Improvisationstheater lockerte den Rahmen auf und setzte vieles, was man am Morgen gehört hat, auf humorvolle Weise um. Dann stellte Roland Hänggi, IBM, die kognitive Seite des Smart Home vor. Das künftige Heim soll selbst erkennen, wer sich zuhause bewegt und soll die entsprechenden Anforderungen ans Licht automatisch erfüllen. Auch Sicherheitsfunktionen sollen möglich werden: wenn Kleinkinder ohne Erwachsene in der Küche sind, wird das Gas automatisch abgestellt.

 

Abgerundet wurde die Tagung durch Sicherheitsüberlegungen (Datenschutz, Speicherung) und durch Erläuterungen, welchen Mehrwert eine Vernetzung der Haushaltsgeräte bietet. Der Servicetechniker muss nun nicht mehr vorbeikommen, wenn er bereits im Büro sieht, dass man einfach vergessen hatte, den Wasserhahn bei der Waschmaschine zu öffnen. Fazit der Tagung: Als Thema gewinnt Smart Home zusehend an Interesse und Relevanz bei Komfort- und Sicherheitsfragen, und macht es nebenbei möglich, sparsamer mit Energie umzugehen.

 

Radomir Novotny

 

 

Dokumente

  

Veranstaltungsort

Trafo Baden

Brown Boveri Platz 1

5400 Baden