Fachvorträge, Diskussion und Produkte zum Anfassen
08:15 Empfang und Ausstellung
Teil 1 Grundlagen LED, Richtlinien, Messtechnik
Moderation Hans Rudolf Ris, Präsident GNI
09:00 Begrüssung, Einleitung
Hans Rudolf Ris, Präsident GNI
09:10 Einführung, Stand der Technik
Björn Schrader, Dozent, Hochschule Luzern, Technik & Architektur, Horw
Nach der Erfindung der Glühlampe ist nun mit den LEDs die zweite Revolution in der Beleuchtung voll im Gange. Der Wandel ist auch dringend notwendig. Die Rahmenbedingungen haben sich zunehmend verändert. Der angestrebte Atomausstieg und die damit verbundene Stromdiskussion erhöhen den Druck. Die neue Lichtquelle ist allen als Schlagwort schon lange bekannt. Umso wichtiger ist es, dass das vorhandene Wissen ausgetauscht wird, um das Potenzial der LEDs auszuschöpfen. Im Zentrum aller Überlegungen, sollte der sinnvolle Umgang mit dem Medium Licht stehen. Dies beinhaltet sowohl die technischen als auch die gestalterischen und gesellschaftlichen Aspekte.
09:30 Richtlinien und Normen zur Überprüfung von LED
Richard Kotschenreuther, Osram AG, München
Ziel der Normung ist die wirtschaftlich sinnvolle Marktdurchdringung mit LED-Produkten, die Bereitstellung geprüften LED-Vormaterials für die Leuchten und die normative Ergänzung von EU-Richtlinien. Es geht u.a. um Mindestanforderungen an die Arbeitsweise und die elektromagnetische Verträglichkeit. Da die Lichtindustrie mehr denn je international ist, liegt der Schwerpunkt der Normung auf internationalen Normen. Im Bereich der Elektrotechnik sind dies die IEC-Normen, im Bereich der Lichtmesstechnik die CIE-Normen.
10:00 Messtechnik für LED Projekte und Leuchten
Dr. Peter Blattner, Bundesamt für Metrologie METAS, Bern
Die Grundregeln der LED-Lichtmessung weichen von der klassischen Lichtmessung kaum ab. Ein paar Vorsichtsmassnahmen sind jedoch zu treffen, wenn das Licht farbig ist. Das Referat zeigt verschiedene Messtechniken für Licht und Farbe auf und erklärt die Unterschiede. Zum Schluss werden Testresultate von Lampen und LED-Leuchten gezeigt, die durch das METAS im Verlauf des Jahres 2010 gemessen wurden.
10:30 Pause und Ausstellung
Teil 2 Strassenbeleuchtung: Übersicht und Erfahrungen
Moderation Tran Quoc Khanh
11:00 LED-Strassenleuchten: Systematik zu Design und Optimierung von Systemkomponenten
Tran Quoc Khanh, Professor für Lichttechnik, TU Darmstadt
LED für die Straßenbeleuchtungstechnik ist eine sehr gute und potenzielle Technologie. LEDs mit ähnlicher Geometrie erlauben den Produkteaustausch - Optimierung der Optiken führt zu energieeffizienten Lichtverteilungskurven - Beschichtung der Abdeckgläser - Kühlungssysteme und elektronische Stromversorgung für ein optimales thermisches Management.
11:30 Erfahrungen mit LED-Leuchten im Bereich der öffentlichen Beleuchtung
Jörg Haller, Elektrizitätswerke Kanton Zürich EKZ, Dietikon
Die EKZ testen die neue Technik intensiv, seit im Jahr 2009 die erste Anlage an einer Kantonstrasse in Rüschlikon in Betrieb genommen wurde. Heute sind es über 20 Anlagen. Hierbei werden Produkte verschiedenster Hersteller eingesetzt und lichttechnische sowie elektrische Messungen an den Anlagen vorgenommen. Auch zum Vergleich der Alterung.
11:45 Energiestadt Igis: erste Schweizer Gemeinde mit flächendeckender LED-Strassenbeleuchtung
Andreas Thöny, Gemeindevorstand, Igis
Die Energiestadt Igis hat entschieden, innerhalb eines Jahres sämtliche Strassenlampen auf LED umzurüsten. Nicht zuletzt, um Energie zu sparen. Doch welches Produkt dieser jungen Technologie ist das Beste auf dem Markt? Mit einem zweistufigen Ausschreibungsverfahren wurde das Problem gelöst. Jetzt sind die Installationen abgeschlossen. Ob die Beleuchtung hält, was sie verspricht?
12:00 Öffentliche Beleuchtung mittels Photovoltaik
Rolf Gmeindl, EWA Energie Wasser Aarberg AG
Projekt 1 km Fuss und Radweg sowie Industriezubringer. Öffentliche Beleuchtung wird gewünscht, jedoch sind keine Kabeltrassees vorhanden. Nach Evauation der Kosten, Entscheid zur Beleuchtung mittels Photovoltaik, Bewegungsmeldern und Steuerung des Beleuchtungsniveaus ohne Wechselrichteranlage. Mittels sechs Gruppensensoren werden die 22 Leuchten angesteuert. Die eingesetzte LED-Leuchte hat eine Anschlussleistung von 41 Watt.
Halbleiterlichtquellen fordern Anpassungen in der Produktentwicklung und bieten dabei eine hervorragende Grundlage für energieeffiziente Lichtlösungen – Farbwiedergabe, Nutzerakzeptanz und Emotion sind Schlagworte, die in diesem Vortrag zur Sprache kommen. Die technologischen Chancen und Gefahren werden beleuchtet.
12:15 Stehlunch und Ausstellung
Teil 3a Innenbeleuchtung: Übersicht und Erfahrungen
Moderation Björn Schrader
13:15 Allgemeinbeleuchtung mit Halbleiterlichtquellen – Was tun?
Christian Hochfilzer, Regent Ligthing, Basel
Halbleiterlichtquellen fordern Anpassungen in der Produktentwicklung und bieten dabei eine hervorragende Grundlage für energieeffiziente Lichtlösungen. Farbwiedergabe, Nutzerakzeptanz und Emotion sind angesprochen. Die technologischen Chancen und Gefahren werden beleuchtet.
13:45 LED – Retrofit im Wohnraum
Marvin Böll, TU Darmstadt
Ergebnisse aus einer Reihe von Untersuchungen, die am Fachgebiet Lichttechnik der TU Darmstadt durchgeführt wurden, werden vorgestellt. Die ermittelten Messdaten verdeutlichen die Eigenschaften von Glühlampen als Referenz, Kompaktleuchtstofflampen und LED-Retrofits. Es wird gezeigt, dass es technisch und lichttechnisch bereits heute möglich ist, bestimmte Typen von Glühlampen und Kompaktleuchtstofflampen durch LED-Retrofits zu ersetzen. Zudem bieten vorhandene LED-Lösungen Vorteile wie z.B. kürzere Einschaltzeiten und bessere Licht- und Farbqualität (Farbwiedergabe).
14:00 Praxisbeispiel ZKB: neue Hard
Daniel Anderegg, Zürcher Kantonalbank
14:15 Verwaltungszentrum Werd: Vergleich Leuchtstoff- und LED-Lampen
Markus Simon, Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
14:30 Vergleich Metalldampf, Niedervolt Halogen und LED
Alex Kurmis, Lichtblick AG, Zürich
14:45 Pause und Ausstellung
Teil 3b Strassenbeleuchtung Diskussionsforum
Moderation Radomir Novotny, Electrosuisse
13.30 LED-Projekt in der Stadt Zürich
Peter Schriber, ewz, Zürich
In der Stadt Zürich werden LED schon seit 2003 bei Aussenbeleuchtungsanlagen im Rahmen des Plan Lumière mit Erfolg eingesetzt. Heute sind rund 2'500 LED-Leuchten in Betrieb. Als Sicherheitsbeleuchtung in Fusswegen und Strassen sind mehrere Pilotprojekte mit total 110 Leuchten realisiert worden. Im Dezember 2011 wurde das Projekt Hardbrücke, welches schweizweit das grösste realisierte LED-Projekt im Aussenraum ist, in Betrieb genommen. LED Beleuchtungsanlagen werden zukünftig im öffentlichen Bereich eine immer bedeutendere Rolle einnehmen.
13:45 Round Table
Vertiefung der angetroffenen Problematik vom Vormittag mit den Referenten der Erfahrungsberichte aus der Schweiz sowie unter Mitwirkung von Prof. Tran Quoc Khanh und Jörg Imfeld, Elektron AG
Zielpublikum: Vertreter aus den Gemeinden und den EWs
Bringen Sie Ihre Fragen mit zur Diskussion durch die Expertenrunde
14:30 Pause und Ausstellung
Teil 4 Studien und Ausblick
Moderation Job Daams, Philips
15:15 Neue Phosphorsysteme zur Erzeugung weisser LED-Strahlung von hoher Lichteffizienz
Andreas Benker, Merck KGaA, Darmstadt
Neben der Vorstellung unterschiedlicher Leuchtstoffmaterialien werden im Vortrag materialwissenschaftliche Eigenschaften dieser Substanzen erläutert. Des Weiteren werden Konzepte aufgezeigt, wie mit Leuchtstoffen die Kennwerte weissen LED-Lichtes beeinflusst werden können.
15:40 Licht und Gesundheit – Resultate einer Studie LED-Beleuchtungsanlage
Katrin Möller, Kompetenzzentrum Licht GmbH, Dornbirn
In der hier vorgestellten Studie wird ein Beleuchtungssystem mit LEDs umgesetzt und in einer Laborstudie hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Menschen mit einer Beleuchtung mit Leuchtstofflampen verglichen. Die Probanden werden für verschiedene dynamische wie statische Beleuchtungsszenarien bezüglich ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, ihres physischen wie psychischen Wohlbefindens sowie der Schlafqualität in der dem Labortag folgenden Nacht getestet.
16:05 Philips Lumiblade – die Zukunft gestalten mit OLED Lighting
Ingolf Sischka, Philips Business Center, Aachen
Erklärt werden die Funktionsweise einer OLED, heutige Performance und zukünftige Aussichten. Die Angaben beziehen sich auf kommerziell verfügbares OLED-Material und können daher als belastbare Roadmap zur Planung für OLED Anwendungsentwicklung genutzt werden. Weiterhin werden verschiedene OLED-Anwendungslösungen gezeigt, um einerseits zu inspirieren und andererseits darzustellen dass die Zeit reif ist, nicht nur für technische sondern auch für kommerzielle Applikationen.
16:30 led-know-how.ch - eine neue Plattform
Patrick Gassmann, Geschäftsführer SLG
16:40 Schweizer Licht Gesellschaft: Preisübergabe Prix Lumière 2011
Vertreter der Jury
17:00 Apéro Prix Lumière
17:30 Ende der Veranstaltung