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Adolf Feller




(1879–1931)

Die Installationstechnik kann nicht mit imposanten Entdeckungen und Erfindungen aufwarten. Sie ist aber gleichwohl ein wichtiges und unentbehrliches Glied in der Kette der Elektrizitätserzeugung und -anwendung. Der Jahresumsatz der Installationsbranche in der Schweiz bezifferte sich 1980 schätzungsweise auf eine halbe Milliarde Franken.

Anfang des letzten Jahrhunderts wurde fast alles Installationsmaterial aus dem Ausland bezogen. In Horgen betrieb z.B. David Bollier ein solches Importgeschäft, in dem 7 Angestellte, 1 Reisender und 20 Handwerker arbeiteten. Dieses kleine Unternehmen kaufte Adolf Feller auf den 1. Januar 1909.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs versiegten die ausländischen Quellen, und Feller musste sich mehr und mehr vom Handel auf die Fabrikation umstellen. Er war ein sehr guter Kaufmann, sprachenkundig, hie und da etwas impulsiv, hatte einen geraden Charakter und war stets gerecht. Technische Kenntnisse besass er aber keine; doch verstand er es, tüchtige Fachleute beizuziehen, denen er dann Vertrauen schenkte und weitgehend freie Hand liess.

Die Existenz unzähliger verschiedener Modelle und das Fehlen von Normen erkannte er als die Schwäche der Branche. Initiativ förderte er daher entsprechende Bestrebungen im SEV, was nicht nur seinem Unternehmen, sondern dem ganzen Installationsfach zugute kam und ihm als Verdienst zukommt.

Adolf Feller wurde am 11. Mai 1879 in Bethlehem bei Bern als Sohn eines Bauern geboren. Auf energisches Drängen eines Onkels, der Geometer und Lehrer war, und auf dessen Kosten besuchte Adolf die Stadtberner Schulen. Anschliessend trat er eine kaufmännische Lehre in Les Verrières NE an. Dann arbeitete er, um Sprachen zu lernen, einige Jahre in einer Keramikfabrik in England und nachher in Catania auf Sizilien. Dort war er zuletzt Leiter einer Südfrüchte-Exportfirma. 1908 kam er in die Schweiz mit der Absicht, sich selbstständig zu machen.

Sein späterer Schwiegervater, Direktor Richi der Telegrafen-Werkstätte von G. Hasler, riet ihm, ins entwicklungsträchtige Elektrofach einzusteigen. So kam es zum erwähnten Kauf.

Adolf Feller reiste viel und lernte in der ganzen Welt viele Leute kennen. Damit kam er ins Sammeln von Briefmarken und Ansichtskarten. Auch Reiten bereitete ihm grosse Freude.

Während des Besuches der Pariser Weltausstellung erlag Adolf Feller am 4. Oktober 1931 einer Herzattacke. Das Geschäft wurde darauf von seiner ältesten Tochter Elisabeth geführt. Diese wandelte das Unternehmen 1931 in eine Familien-AG. um. Die Zahl der Beschäftigten, die beim Tod des Gründers 130 betragen hatte, stieg in ihrer Zeit auf rund 800. Elisabeth Feller starb 1973, erst 63-jährig, ebenfalls an einem Herzversagen.

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