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Wilhelm Ludwig Hallwachs




(1859–1922)

Als Sohn eines Theologen wurde Hallwachs am 9. Juli 1859 in Darmstadt geboren. Er studierte, unterbrochen von einem Berliner Jahr, in Strassburg Physik. Nach einer Assistentenzeit bei Prof. Kundt zog er 1884 zu Prof. Kohlrausch nach Würzburg, habilitierte sich 1886 in Leipzig und kehrte 1888 zum inzwischen nach Strassburg berufenen Prof. Kohlrausch zurück. Hier machte er 1888 seine Entdeckung auf dem Gebiete der Lichtelektrizität. Die als Hallwachs-Effekt bezeichnete Erscheinung besteht darin, dass eine Metallplatte bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht positiv elektrisch aufgeladen wird oder, wenn sie negativ geladen ist, diese Ladung verliert.

Hallwachs ging bei seinen Arbeiten von einer im Vorjahr von Hertz gemachten Beobachtung aus, die dieser aber nicht weiter verfolgte. Der Hallwachs-Effekt erlangte Bedeutung für die Fotozelle, den Tonfilm, die Bildtelegrafie und das Fernsehen.

Im Jahre 1890 heiratete Hallwachs Prof. Kohlrauschs Tochter Marie, die ihm 4 Töchter geschenkt hat.

Hallwachs kam 1893 an die Technische Hochschule in Dresden, zuerst als Ordinarius für Elektrotechnik und 1900 für Physik als Nachfolger Toeplers. Hier nahm er 1904 seine lichttechnischen Studien wieder auf und stiess dabei auf die sogenannte lichttechnische Ermüdung. 1905 erlangte der Hallwachs-Effekt neue Bedeutung für Einsteins Lichtquantenhypothese.

1921 wurde Hallwachs Rektor der Hochschule; aber schon am 6. Juni 1922 hat ihn der Tod ereilt.

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