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Intelligentes Wohnen




Fachkongress von Electrosuisse in Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden

Intelligentes Wohnen - Vernetztes Wohnen
Trends und Lösungen für Eigenheime und Mietwohnungen

3. April 2008
BEA expo Bern

Rückblick
einige Stimmungsbilder vom Fachkongress > Fotogalerie
für den Download: alle Folien als pdf-Dateien > 12.8 MB, zip
parallel zum Kongress hat die Ausstellung zu Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik stattgefunden > Electro-Tec 2008

Intelligent Wohnen. Die Experten sind sich einig: Eine Wohnung soll mindestens soviel Komfort bieten wie ein Auto, also automatische Rollläden, eine Zentralverriegelung oder Lichtszenen aufweisen. Eine typische Elektroinstallation habe sich in den letzten 40 Jahren aber nicht geändert, klagt Raymond Kleger, ehemaliger Elektroinstallateur und Fachjournalist. Wer auf dem Gebiet arbeitet, also intelligente Geräte in Wohnungen installiert, ist etwas vorsichtiger: Thomas Schumann von Adhoco richtet in Alterswohnungen Hilfen wie elektrische Storen und Präsenzmelder für die Beleuchtung ein. Er sagt: «Weniger ist mehr». Es sei besser, nur mal die Storen mit einem Motor auszustatten. Wenn dann die Leute auf den Geschmack kämen, könne man immer noch mehr machen, beispielsweise Präsenzmelder im Bad für das Licht. «Gerade ältere Leute sind sparsam, auch wenn sie das Geld hätten», meint er. Dazu komme, dass man im Alter seine Gebrechen nicht zeigen wolle. Einen Notfallsender am Armgelenk würden viele ablehnen. Auf den Punkt bringt es erst der letzte Sprecher des Tages, Jörg Koch, Architekt für Überbauungen bei der UBS: «Wir installieren nichts von dem, was sie heute gezeigt haben. Die Mieter wollen nichts automatisiert haben und bezahlen nichts dafür.»

Die Begeisterung der Experten ist also noch nicht bei den Benutzern oder Architekten angekommen. Der kleinste gemeinsame Nenner liegt bei sternförmig verlegten Leerrohren, damit man später in jedem Zimmer einen Fernseher oder Computer anschliessen kann. Die technischen Spielereien überlässt Koch den Mietern. Denn er bringt einen weiteren Punkt auf: Jedes technische Gerät in der Wohnung muss gepflegt und eingestellt werden, mit einem entsprechenden Aufwand. Dies lohne sich für eine Mietwohnung nicht. Der Treiber für Technik in der Wohnung dürfte also die Unterhaltungselektronik sein. Denn digitales Fernsehen in HDTV-Qualität verlangt Bandbreiten über 10 Mbit/s. Nachdem die EWZ in Zürich und mehrere kleine Kabelnetzbetreiber begonnen haben, Glasfasern bis in die Häuser zu verlegen, beginnt laut Christian Haller von Swisscom diese nun ebenfalls mit dem Rollout von Fiber to the Home. Eine Zusammenarbeit mit EWZ und weiteren Firmen sei im Gespräch. Denn es brauche ja nicht von jedem Anbieter eine Faser ins Haus. Und im Haus selbst braucht es dann eben  mindestens diese Leerrohre, um die Signale zu verbreiten. (gus)

Guidelines zur Verkabelungstechnik
Broschüre Reichle & de Massari (4.5 MB, pdf)
Broschüre Swisscom (1.7 MB, pdf)

Aus dem Programm
Tagungsleiter, Hans Rudolf Ris

- Wohnen 2010 
  Prof. Alexander Klapproth, Leiter Forschungszentrum CEESAR, Hochschule Luzern
- Wohnungsbau: der Anfang vom Ende?
  Dieter Marmet,  Wüest & Partner AG, Zürich
- Unterstützung im Alter durch vernetzte Technik
  Richard Staub / Thomas Schumann, BUS-House, Zürich bzw. Adhoco AG, Winterthur
- Energie und das vernetzte Haus
  Roland Brüniger, BFE-Programmleiter, Bundesamt für Energie, Bern
- Triple Play und Raumautomation – packen wir’s an !
  Raymond Kleger, Fachlehrer und Redaktor, Pfyn
- Nachrüsten: Möglichkeiten im Bestandesbau 
  René Senn, raum consulting, Dübendorf
- Blick in die Zukunft – Digital Home
  Christian Haller, Swisscom Schweiz AG, Bern
- Podiumsdiskussion: drei realisierte Projekte und ihr Nutzen
  Projekt 1 - Intelligent gewohnt im EFH, Thomas Stäuble, Bauherr
  Projekt 2 - Das Loft-Projekt - mit Digitalstrom, Urs E. Christen, Halter AG, Zürich
  Projekt 3 - Die James-Siedlung, Jörg Koch, Architekt, UBS Basel

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