Veranstaltung der ITG-Automation in Zusammenarbeit mit GNI, Fael/STV und swissTnet
Wireless in der Automation
8. November 2007, HSR Rapperswil
Fotogalerie: ein paar Stimmungsbilder
Folien für den Download: 15 MB, zip
In einem Grundlagenvortrag hat Prof. Axel Sikora, Leiter der Informationstechnik von der Berufsakademie Lörrach die Grundlagen, Anforderungen und Normen der drahtlosen Kommunikation für industrielle Anwendungen ausführlich dargestellt. Mit praktischen Beispielen von Entwicklungsprojekten hat er die Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Der Weg zu einer optimalen Lösung ist oftmals eine auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung.
Jürgen Weczerek von der Phoenix Contact hat auf eindrückliche Art aufgezeigt, wie und wo Wireless Netzwerke in praktischen Automatisierungsanlagen erfolgreich eingesetzt werden. Ganz nach dem Moto: nicht warten, sondern starten. Welche Unterstützung für eine erfolgreiche Planung durch geeignete Software erwartet werden kann, wurde danach durch Martin Kunz von Siemens aufgezeigt.
Erfahrungen aus praktischen Anwendungen standen im Vordergrund bei den weiteren Kurzvorträgen: Achim Gleim zeigte, wie die Funkmodule der Firma Pericom erfolgreich bei einer Kläranlage für die Ansteuerung eines Räumers über Profibus eingesetzt wurden. Die Zuverlässigkeit von WLAN-Netzwerken und der gezielte Einsatz von redundanten Funkstrecken bei der Firma Shell wurden durch Hans-Joachim Richter von der Hirschmann Automation erläutert. Vermaschte, drahtlose Messumformer werden von Emerson Process Management in petrochemischen Anlagen und Bohrtürmen erfolgreich eingesetzt. Die neue Wireless Hart Norm orientiert sich an diesen Lösungen, erläuterte den anwesenden Teilnehmern Peter Nemeth.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung bildete sicher der abschliessende Vortrag von Patrick Gehring von WAGO Contact: hat er doch eindrücklich aufgezeigt, wie die Technologie der batterielosen Druckschalter erfolgreich in industriellen Anwendungen eingesetzt werden kann und mit den bis heute eingesetzten 150'000 Sendern ca. 21 Tonnen Kupfer eingespart werden konnten.
In angeregten Diskussionen während den Pausen und des Mittagslunch mit den Vertretern der anwesenden Firmen sind die Einsatzmöglichkeiten weiter diskutiert und vertieft worden. Die Teilnehmer, die ausstellenden Firmen und auch wir von der Tagungsleitung haben diese Tagung als interessant und nützlich erfahren.
Prof. Max Felser, Tagungsleiter