(1864–1928)
Der 31. Januar 2004 war der 140. Geburtstag des in Ostpreussen geborenen deutschen Physikers Wilhelm Wien. 1892 liess er sich als Privatdozent in Berlin nieder, kam alsdann nach Aachen und Giessen und wurde Nachfolger Röntgens sowohl in Würzburg als auch 1919 in München, wo er am 30. August 1928 starb.
Er beschäftigte sich eingehend mit den Strahlungen und bewies 1897 die negative Ladung der Kathodenstrahlen. Im folgenden Jahr gelang ihm in Aachen der Nachweis, dass Kanalstrahlen (Alphastrahlen) aus massebehafteten, positiv geladenen Ladungsträgern bestehen. Seine wichtigste Arbeit betraf die Forschung auf dem Gebiet der Temperaturstrahler, im Besonderen des schwarzen Körpers. Er fand zusammen mit Lemmer den Zusammenhang zwischen der Wellenlänge des Intensitätsmaximums eines Emissionsspektrums und der absoluten Temperatur des Strahlers. Diese Relation, bekannt als das Wien'sche Verschiebungsgesetz, ist von Planck zum allgemeinen Strahlungsgesetz erweitert worden.
Wilhelm Wien hat für seine Leistung im Jahre 1911 den Nobelpreis zugesprochen erhalten. Sein «Gesetz» ist auf allen Gebieten der Wärme und der auf Wärmestrahlung beruhenden Lichterzeugung von grosser Bedeutung.