(1856–1940)
Was Benjamin Franklin im Jahre 1747 vorausgeahnt hatte, die Existenz eines Elementarteilchens der elektrischen Ladung, das gelang 1897 dem am 18. Dezember 1856 in Manchester geborenen, englischen Physiker J. J. Thomson nachzuweisen. Er studierte zuerst in seiner Vaterstadt Mathematik und Physik, dann in Cambridge, wo er nachher und bis ins hohe Alter als Professor für Experimentalphysik am berühmten Cavendish-Laboratorium wirkte. Er starb in Cambridge am 30. August 1940.
Neben dem bereits erwähnten Nachweis des freien Elektrons verdankt man ihm den Beweis dafür, dass sich Kathodenstrahlen nicht nur durch Magnetfelder, sondern auch durch elektrische Felder ablenken lassen. Durch diese Erkenntnis schuf er die Grundlage für den aus der heutigen Technik nicht mehr wegzudenkenden Kathodenstrahloszillografen. J. J. Thomson verwendete auch als erster die fotografische Platte zum Strahlennachweis im Vakuum.
Für seine hervorragenden Leistungen erhielt Thomson 1906 den Nobelpreis, wurde 1912 zum Mitglied der Académie des Sciences française ernannt und mit vielen Preisen bedacht.
Zu seinen Schülern zählten unter andern Lord Rutherford, Langevin und Wilson.