(1785–1845)
Der am 22. Februar 1785 im kleinen französischen Städtchen Ham an der Somme geborene Peltier erlernte den Uhrmacherberuf. In Paris betrieb er gut gehendes eigenes Geschäft, das er aber 1815 aufgab, um sich der Physik, vornehmlich den Problemen der Elektrizität, widmen zu können. Er experimentierte mit Differenzialthermometern und entdeckte im Jahr 1834, dass der Seebeck-Effekt umkehrbar ist.
Lässt man in einer aus zwei verschiedenen Metallen bestehenden Drahtschleife einen Gleichstrom fliessen und hält man die Temperatur der einen Lötstelle konstant, so erwärmt sich die andere. Kehrt man die Stromrichtung um, so erzielt man eine Abkühlung der zweiten Lötstelle und verfügt damit über eine Wärmepumpe. Wie beim Seebeck-Effekt spielt auch beim Peltier-Effekt die Wahl der Metalle die entscheidende Rolle (thermoelektrische Spannungsreihe).
Peltier entdeckte um 1840 die Elektrisierung eines Dampfstrahls und erfand 1841 ein Elektrometer.
Peltier starb am 27. Oktober 1845 in Paris. Er gehört zu den vielen Pionieren der Elektrizität, die die Früchte ihrer Entdeckungen nicht mehr erleben konnten.