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William Nicholson




(1753–1815)

Als Sohn eines Anwaltes im Jahre 1753 in London geboren und in New Yorkshire erzogen, trat Nicholson 16-jährig in die Dienste der Ost-Indien-Company. 1776 kehrte er nach Europa zurück und wurde Vertreter für Wedgwood-Porzellan. Bald darauf eröffnete er eine Schule für Mathematik, betriebswissenschaftliche Studien und übersetzte philosophische Werke aus der französischen Sprache ins Englische. Von 1781 an veröffentlichte er zahlreiche eigene Publikationen über Naturwissenschaft, Mathematik und Chemie.

Auf dem Gebiete der Elektrizität entdeckte Nicholson, zusammen mit dem Engländer Carlisle, die chemische Wirkung des elektrischen Stroms, insbesondere die Elektrolyse des Wassers. Unabhängig davon machte etwa 8 Jahre später der Deutsche Johann Wilhelm Ritter die gleiche Entdeckung.

1789 legte Nicholson der Royal Society zwei Berichte vor, nämlich: «Experimente und Beobachtungen mit Elektrizität» und «Beschreibung einer Einrichtung, die bei Drehung einer Kurbel, ohne Reibung und ohne Verbindung mit der Erde, die beiden Zustände der Elektrizität erzeugt».

Ob es sich bei dieser «Einrichtung» um die Erfindung des dynamoelektrischen Prinzips handelte, geht aus der dem Autor zur Verfügung stehenden Quelle nicht hervor. Sicher ist aber, dass Nicholson zu seiner Zeit den Geheimnissen der Elektrizität mit Geschick nachspürte.

Später befasste sich der vielseitige Mann mit Duckverfahren auf Textilien und mit Chemie (Buch über die chemischen Elemente). Trotz seiner grossen und vielseitigen wissenschaftlichen Produktivität steckte Nicholson meistens in finanziellen Nöten, da er es nicht verstand, aus seinen Arbeiten Nutzen zu ziehen.

Um 1810 nahm er eine Ingenieurstellung bei der Portrea-Wasserwerk-Gesellschaft an. Mitten in dieser Tätigkeit erkrankte er und starb am 21. Mai 1815 in Bloomsbury.

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