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Walter Hermann Nernst




(1864–1941)

Als Davy im Jahre 1813 seine Versuche mit elektrischen Lichtbögen anstellte und damit erstmals Licht mithilfe von Elektrizität erzeugte, kannte man noch keine Stromquelle ausser den elektrischen Elementen. Aber auch dem nach Amerika ausgewanderten Deutschen Heinrich Göbel, der 1854 eine Glühlampe hergestellt hatte, stand immer noch nichts Besseres zur Verfügung. Erst Edisons Glühlampe (1879) und diejenige von Swan (1880) waren in die rechte Zeit hineingeboren, denn seit 1866 kannte man die Dynamomaschine. Trotz dieses grossen Fortschrittes suchte man ständig nach noch besseren Lichtquellen. Neben einer Steigerung der Lichtausbeute und der Lebensdauer ging es insbesondere auch um eine tageslichtähnliche Lichtfarbe. Im Jahre 1898 schuf Nernst eine solche, weisses Licht erzeugende Lampe, die sog. Nernst-Lampe. 10 bis 30 mm lange Stäbchen aus Zirkonoxid dienten, nachdem sie mithilfe einer Platinspirale elektrisch aufgeheizt worden waren, als Leuchtquelle. Diese Lampe spielte kurze Zeit für die Beleuchtung in Läden eine gewisse Rolle, konnte sich aber ihrer Kompliziertheit und der langen Einbrennzeit wegen nicht durchsetzen.

Nernst, am 25. Juni 1864 in Briesen, Westpreussen, geboren, studierte 1883 in Zürich, später in Berlin, Graz sowie in Würzburg. 1891 war er in Göttingen und ab 1902 in Berlin Professor der Physik. Er entdeckte den nach ihm und Ettinghausen benannten thermomagnetischen Effekt, schuf eine Theorie der galvanischen Stromerzeugung sowie die Grundlagen für eine Theorie der elektrischen Nervenreizung. 1906 stellt er das Nernst'sche Wärmetheorem auf, das auch als 3. Hauptsatz der Thermodynamik bekannt ist.

Nernst, der von 1922 bis 1924 noch der Physikalischen Technischen Reichsanstalt in Berlin vorstand, starb am 18. November 1941 auf seinem Gut in Moskau (Niederlausitz).

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