(1646–1716)
Leibniz' Bedeutung liegt vor allem auf philosophischem Gebiet, gilt er doch als einer der grössten abendländischen Denker. Mathematik und Physik gehörten ebenso in seinen alles umfassenden Interessenkreis wie Metaphysik, Theologie, die Rechte, Diplomatie und Philologie. Was ihn dabei noch besonders sympathisch erscheinen lässt, ist sein Optimismus. Ganz im Gegensatz zu vielen andern Philosophen, die vor allem Negatives sahen, vertrat Leibniz die Meinung, dass «alles zum Besten bestellt sei in dieser Welt».
Als Otto von Guericke seine Magdeburger Halbkugeln vorführte, sagte er: «Was 24 Pferden nicht gelingt, gelingt der leichten Hand der Diplomaten.») Auch Leibniz war Diplomat, und als er von den Versuchen Guerickes hörte, interessierte er sich sehr dafür, besonders auch für seine Elektrisiermaschine. Drei Monate vor dessen Tod erhielt er sie. Während Guericke nur das Knistern und Leuchten der Schwefelkugel beobachtet hatte, gelang es Leibniz, damit Funken zu erzeugen. Dieser Entdeckung wegen gehört er unter die ersten Elektrizitätspioniere.
Leibniz wurde am 1. Juli 1646 in Leipzig geboren und studierte später in Jena.