(1818–1889)
Joule wurde am Heiligen Abend des Jahres 1818 in Salford bei Manchester in England geboren. Trotzdem er Eigentümer einer grossen Brauerei war, drängte es ihn seit seiner Schulzeit – er war Schüler des in Manchester wirkenden Chemikers und Physikers John Dalton gewesen – zu physikalischen Studien. Unter anderm hatte er auch von den Versuchen Fourcroys in Paris gelesen, der als Erster beobachtet hatte, dass ein schlecht leitender Draht zum Glühen kommt, wenn er von einem galvanischen Strom durchflossen wird. Joule, der in seinem Betrieb die Wichtigkeit genauer Messungen erkannt hatte, war daher Zeit seines Lebens bemüht, genaue Daten zu ermitteln. Im Jahre 1840 konnte er aufgrund seiner Messungen das nach ihm benannte Gesetz angeben, wonach die in einem Leiter erzeugte Wärme gleich dem Produkt aus dem elektrischen Widerstand und dem Quadrat der Stromstärke ist. Bei weiteren Untersuchungen über die Beziehungen zwischen mechanischen, elektrischen und chemischen Erscheinungen entdeckte er das sog. 1. Gesetz der Thermodynamik und umschrieb das mechanische Wärmeäquivalent auf vier Arten. 1849 legte er der Royal Society in London in einem Bericht Definitionen und Ergebnisse seiner Arbeiten vor.
Zusammen mit Sir William Thomson, dem nachmaligen Lord Kelvin, machte er später Studien über die zum Komprimieren von Gasen notwendige Arbeit und über die Temperaturänderungen von Gasen beim Durchströmen kleiner Öffnungen. Diese Arbeiten führten zur Entdeckung des Joule-Thomson-Effektes.
Joule starb am 11. Oktober 1889 in Sale bei London. Ihm zu Ehren heisst die Masseinheit der elektrischen Energie, die Watt-Sekunde, Joule.