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Hermann Helmholtz




(1821–1894)

Hermann Helmholtz zählt zu den grossen Physikern. Sein Knabenwunsch, Naturwissenschaften zu studieren, konnte ihm sein Vater der hohen Kosten des Studiums wegen nicht erfüllen. Wie Werner Siemens musste er daher eine Militärschule besuchen, an der der Unterricht kostenlos erfolgte. An der Militärarzneischule studierte er Medizin und wirkte dann eine Zeit lang als Militärarzt. Vom Physiologieprofessor Joh. Müller angeregt, stellte er Untersuchungen an über den Zusammenhang zwischen Arbeitsleistung und Wärmeentwicklung im Tierkörper, etwas also, worüber der Arzt Rob. Mayer (1824) und Joule (1843) bereits geschrieben hatten, deren Arbeiten Helmholtz aber nicht gekannt hatte. Im Juli 1847 berichtete er in der Physikalischen Gesellschaft in Berlin darüber. Sein Verdienst bestand darin, dass er die Zusammenhänge physikalisch klar herausstellte.

1847 kam er als Anatomieprofessor nach Königsberg und 3 Jahre später nach Bonn. 1858 wurde er als Physikprofessor nach Heidelberg und 1871 in gleicher Eigenschaft nach Berlin berufen. In Heidelberg schloss er Freundschaft mit Kirchhoff und Bunsen, in Berlin war Heinrich Hertz sein Schüler.

Während seiner Heidelbergerzeit lernte er 1852 auf einem Kongress Faraday kennen. Als er 1881 in London eine Vorlesung zu Ehren Faradays hielt, sprach Helmholtz als Erster die Vermutung von der Existenz eines elektrischen Elementarquantums aus und gab damit Anlass zu Forschungen.

Auf Anregung und dank einer Stiftung Werner von Siemens' wurde 1888 die Physikalisch-Technische Reichsanstalt gegründet und Helmholtz zu deren Leitung berufen.

Auf einer Amerikareise erlitt Helmholtz einen Unfall, von dem er sich anscheinend wieder erholte. Das darauffolgende Jahr brachte ihm dann Schweres. Im Januar 1894 musste er am Grabe seines Schülers Hertz, vier Monate später an dem von Prof. Kundt (der kurzzeitig auch an der ETH Physik doziert hatte) sprechen. Abermals 4 Monate später, am 9. September 1894, erlag er den Folgen einer Gehirnblutung.

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