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Johann Georg Halske




(1814 –1890)

Auch die besten Ideen sind nutzlos, wenn sie nicht verwirklicht werden. Das gilt im Besondern auch für Erfindungen. Zur Zeit, als Werner Siemens Militärdienst leistete, gab es nur die langsam arbeitenden optischen Telegrafen. Man trachtete daher danach, sie durch die schnelleren elektrischen zu ersetzen, und Siemens hatte sich an diese Aufgabe gemacht.

In der 1845 gegründeten Physikalischen Gesellschaft in Berlin hatte Prof. Du Bois-Reymond – ein aus St. Sulpice gebürtiger Schweizer – den jungen Siemens auf Halske, der ihm schon seit Jahren vortreffliche physikalische Apparate fabriziert hatte, aufmerksam gemacht. Siemens bat Halske, ihm seine Telegrafeneinrichtungen herzustellen. Das Werk gelang vorzüglich und die Zusammenarbeit der beiden war ideal. Siemens schlug ihm die Gründung einer Telegrafenbauanstalt vor, und so entstand im Jahre 1847 die Firma Siemens & Halske. Halske war dabei der gewissenhafte, präzise, aber auch künstlerische Konstrukteur.

Der am 30. Juli 1814 zu Hamburg geborene Johann Georg Halske, Sohn eines Kaufmanns, bildete sich zu einem tüchtigen Präzisionsmechaniker aus. 1844 gründete er in Berlin mit F. M. Bötticher eine eigene Werkstätte, von wo aus es dann zur Bindung mit Werner Siemens kam. Halske blieb aber seines Lebens der einfache, bodenständige Handwerker, der seine Arbeit stets mit voller Hingabe verrichtete. Jedes seiner Werkstücke war ihm lieb, und es kostete ihn immer eine gewisse Überwindung, sie aus der Hand zu geben.

Dass das neue Unternehmen so überaus gut gedieh und wuchs, war für Halske durchaus keine reine Beglückung. Er fühlte sich im Grossbetrieb fremd, so fremd, dass er sich schon 1868 von der aktiven Mitarbeit zurückzog und nur noch als Berater wirkte. In dankbarer Würdigung seiner grossen Verdienste um das Unternehmen ist der Firmenname Siemens & Halske noch lange erhalten geblieben.

Halske widmete sich in der Folge gemeinnützigen Institutionen und stellte sich auch viele Jahre als Rat der Stadt Berlin zur Verfügung. Er starb am 18. März 1890 in Berlin.

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