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Galileo Galilei




(1564–1642)

Der Name Galileis steht vor allem auf der Liste der grossen Astronomen, entdeckte er doch die Jupitermonde, den Saturnring, die Venus-Phasen. Alle seine Überlegungen und Beobachtungen bestärkten ihn in der Überzeugung, die auf Aristoteles zurückgehende geozentrische Auffassung sei falsch und die heliozentrische Lehre Kopernikus' sei richtig. Galilei verfocht diese Lehre mit allem Nachdruck, bis er 1633 durch die katholische Kirche gezwungen wurde, seinen Ideen abzuschwören.

Galilei war aber nicht nur Astronom, sondern auch Physiker und Schriftsteller. Er hat der Entwicklung der Technik eine Menge Impulse verliehen. Etwa 1595 erfand er das erste Thermometer, bestehend aus einem feinen, oben offenen, mit farbiger Flüssigkeit gefüllten Rohr. Angeregt durch Nachrichten über ein vom holländischen Brillenschleifer Lipperhey erfundenes Fernrohr, machte er sich 1600 selber an die Konstruktion eines solchen, das aber weit besser ausfiel als das holländische Vorbild. Dank diesem Teleskop gelangen ihm dann die erwähnten astronomischen Entdeckungen.

Galilei, am 17. Februar 1564 als Sohn eines Geometers, Komponisten und Händlers in Pisa geboren, studierte Philosophie und Medizin. Seine scharfe Beobachtungsgabe und seine grosse Disputierfreude schafften ihm aber viele Feinde. 1589 wurde er aus Florenz verbannt; Pisa berief ihn als Mathematik-Professor, 1592 ging er in gleicher Eigenschaft nach Padua. 1610 konnte er nach Pisa zurückkehren, wo er später als «Gefangener» der Inquisition lebte. Fünf Jahre nach seiner Erblindung starb er am 8. Januar 1642. Neben seinen astronomischen Werken sind die über die Dynamik, Festigkeitslehre, dann aber auch der literarisch bedeutende «Dialogo» (Auseinandersetzung zwischen geo- und heliozentrischer Auffassung) von Bedeutung.

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