(1785–1838)
Der am 12. Februar 1785 in Rouen geborene Dulong kam schon mit 16 Jahren an die Ecole polytechnique in Paris, wo er sich vorwiegend der Chemie widmete. Entgegen der Sitte nahm er jedoch nach dem Abschluss der Studien keine öffentliche Stellung an. Bei Untersuchungen über Sauerstoffverbindungen des Phosphors und des Stickstoffes, die 1812 zur Entdeckung des Stickstoffchlorides, eines Sprengstoffes, führten, verlor er ein Auge und zwei Finger. Um 1818 schreibt er zusammen mit Alexis-Thérèse Petit eine von der Académie preisgekrönte Arbeit über die Kältegesetze. Im darauffolgenden Jahr entsteht das bekannte Dulong-Petit'sche Gesetz über die Konstanz der Atomwärme. Dann folgten Arbeiten über die Ausdehnungskoeffizienten von Gasen, flüssigen und festen Körpern. Das zunehmende Interesse für mechanische Antriebe veranlasste die Regierung im Jahre 1825, die Académie einzuladen, die wissenschaftlichen Unterlagen für die Dampfmaschine zu erarbeiten. Mit dieser Arbeit wurden dann Dulong und Arago betraut. Dulong, der seit 1823 selber Mitglied der Académie des Sciences war, wurde später Lehrer an der Ecole normale in Paris, 1830 Directeur des études an der Ecole polytechnique, und von 1832 an wirkte er als Professor der Chemie an der Faculté des Sciences. Er starb, 53-jährig, am 19. Juli 1838 in Paris.