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Charles François Du Fay de Cisternay




(1698 –1739)

Du Fay, ein französischer Chemiker und Physiker, war zuerst im Militär, widmete sich dann der Archäologie und begann schliesslich rein wissenschaftliche Studien. Zusammen mit dem Engländer Stephan Gray gehörte er zu den grossen «Elektrikern» aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. 1723 wurde er Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften.

1729 war es Gray gelungen, über eine an Seidenfäden aufgehängte nasse Hanfschnur Elektrizität über eine Entfernung von 122 m zu übertragen. Ein Jahr später verbesserte Du Fay dieses Resultat, indem er die nasse Schnur mit Glas isolierte; so kam er auf eine Übertragungsdistanz von 400 m.

Grundlegend war seine Entdeckung von 1733, dass es zwei Arten von Elektrizität gibt, negative und positive, die eine «harzig», die andere «glasig». Er demonstrierte die Phänomene der elektrostatischen Anziehung und Abstossung, entdeckte die Leitfähigkeit der Flammen sowie des menschlichen Körpers.

Aber auch auf ganz andern Gebieten betätigte er sich. So befasste er sich mit der Mischung der Farben in der Malerei, entdeckte die Phosphoreszenz in der Toricellischen Leere des Barometers, schrieb Arbeiten über die Doppelbrechung an Quarz und Feldspat. Er gründete auch den ersten botanischen Garten Europas, den «Jardin des Plantes» oder‚ wie er früher hiess, den «Jardin du Roi» in Paris.

Du Fay wurde am 14. September 1698 zu Paris geboren und starb daselbst am 16. Juli 1739.

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