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Gaspard-Clair-François-Marie de Prony




(1755–1839)

Prony wurde in Chamelet (Dép. Rhône) bei Lyon geboren. Er war Schüler der Ecole des Ponts et Chaussées. Mit 36 Jahren wurde er Chefingenieur, dann Direktor der für die Vermessungen zuständigen «Kataster-Bureaux». Für die Einführung des metrischen Systems hatte er neue Rechentafeln aufzustellen, wozu er arbeitslose Perückenmacher beschäftigte, da Puder und Perücken ausser Mode gekommen waren. Nachdem er 1894 Professor der Mathematik an der Ecole polytechnique in Paris geworden war, kehrte er vier Jahre später als Direktor an die Ecole des Ponts et Chaussées zurück. Noch im gleichen Jahr hätte er Napoleon nach Ägypten begleiten sollen, doch weigerte er sich mitzuziehen. Von 1805 bis 1812 hatte er im Auftrage Napoleons Wasserbauten in Italien zu leiten, Korrektionsarbeiten am Po, Verbesserungen der Häfen von Genua, Ancona, Venedig und Pola. Schliesslich führte er Studien durch über die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe bei Rom.

Nach dem Sturz Napoleons, während der Restauration, wurde er 1825 von Charles X zum Baron und 10 Jahre später von Louis-Philippe zum Pair de France erhoben. In dieser Zeit amtete er noch als Examinator an der Ecole polytechnique in Paris.

Prony veröffentlichte zahlreiche Arbeiten, so über Hydraulik, Erdmechanik, theoretische Strömungsuntersuchungen sowie über neue Methoden trigonometrischer Nivellements. Er ist der Erfinder des sogenannten Pronyschen Zaums, der dynamischen Bremse, mit der auch heute noch das Drehmoment bzw. die Leistung von Motoren direkt an der Welle gemessen wird. Dabei drückt ein mit dem Bremsklotz verbundener Hebel bekannter Länge auf eine Waage. Prony gilt auch als Erfinder der Schwimmerregulierung.

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