(1791–1872)
Der am 27. April 1791 in Charlestown (Massachusetts, USA) geborene Kunstmaler Morse machte 1829 eine Studienreise nach Europa. Auf der Heimreise sprachen die Passagiere an Bord über Telegrafen. Morse kam, wie übrigens schon andere vor ihm, auf den Gedanken, die sich mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzende Elektrizität zur Signalübertragung zu verwenden. Er machte sich ans Pröbeln und Konstruieren. 1837 gelang ihm schliesslich, als er bereits in grosse finanzielle Not geraten war, die Konstruktion eines brauchbaren Telegrafenrelais, mit dem Striche und Punkte übertragen werden konnten. Im folgenden Jahr erhielt er dafür das Patent, und 1843 erfand er das heute jedem Pfadfinder geläufige Morse-Alphabet. Am 1. April 1845 stand die erste öffentliche Telegrafen-Verbindung der Welt zwischen Washington und Baltimore dem Publikum zur Verfügung. Als Morse am 2. April 1872 in New York starb, gab es schon 4000 «Telegraphenanstalten», und es flossen ihm laufend grosse Lizenzgebühren zu.