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Georges Leclanché




(1839–1882)

Georges Leclanché wurde in Parmain (Seine-et-Oise) geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt und Republik-Kommissar. Politische Gründe brachten die Familie, welche mit derjenigen von Victor Hugo befreundet war, ins Exil. Die Erziehung von Georges Leclanché erfolgte in England. Er kam nur nach Frankreich zurück, um dort in die Ecole centrale des Arts et Manufactures einzutreten. Da bestand er 1860 mit Erfolg die Abschlussprüfung. Nachher wurde er von der Compagnie des Chemins de fer de l'Est angestellt, wo er an der «elektrischen Übertragung der Zeitangabe» arbeitete. Seine Mitwirkung führte ihn zu Forschungen auf elektrochemischem Gebiet sowie zu Laborarbeiten im Zusammenhang mit «elektrischen Elementen».

Infolge neuer politischer Ereignisse im Jahre 1863 liess sich Leclanché in Belgien nieder, wo er in Brüssel mit der Unterstützung eines Freundes seines Vaters ein kleines Laboratorium gründete. Er baute zuerst ein «Kupfer-Karbonat-Element», das er 1866 patentieren liess. 1867 erfand er das «Mangan-Element». Im gleichen Jahre erhielt er anlässlich der Pariser Weltausstellung seine erste Auszeichnung.

Von nun an bemühte er sich, seine Erfindung industriell auszuwerten. Seine Produktion fand sofort Absatz bei der belgischen Telegrafen-Verwaltung sowie bei den holländischen Eisenbahnen. Die von ihm erfundene Zelle wurde zu dieser Zeit als die beste beurteilt; doch suchte Leclanché die Kapazität der Zellen zu verbessern und die Herstellung zu vereinfachen. Achtzigtausend Zellen seiner Produktion waren damals bei den belgischen Telegrafengeräten in Betrieb. Mit der Wiedereinführung der französischen Republik kehrte er 1870 in seine Heimat zurück, wo er mit Erfolg seine produktive Tätigkeit und seine Forschungen weiterführte. Seine Erfindung wurde stets verbessert und fand neue Anwendungsgebiete mit der Einführung des zivilen Telefonverkehrs.

Der gesundheitliche Zustand von Leclanché wurde leider prekär. Er überliess die Weiterführung seiner industriellen Tätigkeit einem sachkundigen Mitarbeiter, dem er bedeutende Handlungsfreiheit einräumte. Er selber unternahm verschiedene Reisen im Ausland und wurde Bilder- sowie Möbelsammler. Im September 1882 starb er nach längerer Krankheit im Alter von 43 Jahren.

Schon am Anfang des Jahrhunderts hatte die Familie von Georges Leclanché die Herstellungs- und Anwendungsrechte ihres Elementes ins Ausland verkauft. Somit entstanden wichtige Industriefirmen, die heute noch den Namen des Erfinders tragen und sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland gut bekannt sind.

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