(1791–1841)
Der am 30. Juni 1791 in Mezières geborene Savart wurde Arzt, diente zunächst bis 1816 beim Militär in Strassburg und kam dann als Professor ans Collège de France nach Paris. Er studierte im Besondern den Gehörsinn und kam so zur Akustik. Eine Abhandlung über Saiteninstrumente öffnete ihm, auf Empfehlung seines Kollegen Biot, den Zugang zur Académie des Sciences.
Savart konstruierte einen Lautstärkemesser, studierte die Wirkungen von kurzen und flexiblen Rohren auf die Schallleitung, baute eine Lockpfeife und eine Maschine mit gezähnten Rädern, bei deren Drehung durch Beblasen mit einem Luftstrom oder durch Streifenlassen einer Lamelle verschieden hohe Töne bekannter Frequenz erzeugt werden konnten. Besonders wichtig waren aber die Versuche, die Savart zusammen mit Biot über das von elektrischen Strömen erregte Magnetfeld unternahm. Das Ergebnis ist allgemein bekannt unter dem Namen «Biot-Savartsches Gesetz» oder als «Rechte-Hand-Regel». Die Regel gibt an, wie bei einer stromdurchflossenen Spule Stromrichtung und Richtung des Magnetfeldes zusammenhängen.