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Augustin Jean Fresnel




(1788–1827)

Der französische Physiker Fresnel, Sohn eines Architekten, wurde am 10. Mai 1788 in Chambrais (jetzt heisst es Broglie) im Departement Eure geboren. Er genoss seine Schulung an der Ecole polytechnique in Paris und arbeitete bis 1814 in Vendée in den Departementen Drôme und Ille-et-Vilaine bei der Verwaltung der Ponts et Chaussées als Ingenieur. Während der Restauration sympathisierte er mit den Bourbonen und kämpfte sogar, trotz seiner zarten Gesundheit, während den Cent-Jours gegen Kaiser Napoleon.

Erst nach dieser bewegten Zeit begann Fresnel auf Empfehlung Aragos mit Studien über Optik und das Licht. Er stellt zuerst eine Äther-Theorie auf. Später folgen theoretische und experimentelle Untersuchungen über das Licht. 1819 erlangt er mit einer Arbeit über die Beugung des Lichts den Preis der Académie des Sciences. Er weist nach, dass zwei rechtwinklig zueinander polarisierte Wellen keine Interferenz zeigen, und folgert daraus, dass Lichtquellen transversal seien. 1821 folgen Wellenlängenmessungen, dann Arbeiten über Brechung, Doppelbrechung, Beugung und zusammen mit Arago über polarisiertes Licht.

Sein Hauptverdienst besteht in der Aufstellung der Wellentheorie des Lichts. Dabei ist es interessant, dass im Jahre 1821 auch der Däne Örsted die Vermutung aussprach, Licht sei eine elektromagnetische Erscheinung. Fresnel untermauerte diese Theorie aber mathematisch, was ihm 1823 die Mitgliedschaft der Académie eintrug.

Fresnel hat für seine Untersuchungen viele Apparaturen selber entwickelt. So erfand er den nach ihm benannten Doppelspiegel, ferner 1821 die «Zonenlinsen», die noch heute bei Leuchttürmen verwendet werden. Später erhielt er wieder eine Anstellung als Inspektor für Strassenbau und war Sekretär der Kommission für Leuchttürme.

Auf dem Sterbebett, in Ville d'Avray, überreichte ihm sein Freund und Mitarbeiter Arago die ihm von der Royal Society in London verliehene Rumford-Medaille. Am 14. Juli 1827 schloss er seine Augen für immer.

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