(1871–1937)
Am 19. August 1962 jährte sich der Todestag Lord Rutherfords zum 25. Mal. Seine wichtigsten, für die Physik bahnbrechenden Arbeiten betrafen unter anderem die 1903 aufgestellte Theorie über den radioaktiven Zerfall. 1911 erkannte er, dass das Atom einen praktisch die ganze Masse umfassenden, positiv geladenen Kern besitzen müsse. Zwei Jahre später entwickelte dann Bohr aufgrund dieser Erkenntnis das bis heute gültige Atommodell. 1919 gelang Rutherford unter Verwendung natürlicher, radioaktiver Elemente die erste Atomumwandlung. (Bestrahlung von Stickstoff mit Alphateilchen, wobei Sauerstoff entstand.)
Ernest Rutherford wurde am 30. August 1871 in Nelson (New Zealand) geboren. Er hatte Lehrstühle inne in Montreal (1898) und Manchester (1907), alsdann wurde er Vorstand des berühmten Cavendish Laboratoriums in Cambridge, wo er unter anderem auch Lehrer Cockcrofts und Waltons war. 1908 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie zugesprochen; im Jahre 1931 wurde er in den Adelsstand erhoben und trug fortan den Titel «Lord Rutherford of Nelson». Lord Rutherford starb am 19. August 1937 in Cambridge.
Eine seit Kurzem in der Physik eingeführte kleinere Einheit für die Radioaktivität heisst zu seiner Ehre ein Rutherford = 1 rd. Es ist die Radioaktivität einer beliebigen Substanz, bei der pro Sekunde 106 Zerfallsakte stattfinden. Mit der früher eingeführten Einheit 1 Curie (c) ist die neue Einheit durch folgende Beziehungen verknüpft: ![]()