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Archimedes




(ca. 285 bis 212 v. Chr.)

Zum Reiche Alexanders des Grossen gehörte auch Ägypten, wo er 332 v. Chr. die Stadt Alexandria gegründet hatte. Diese wurde bald kultureller Mittelpunkt der alten Welt, welche Vorzugsstellung ihr etwa bis 641 n. Chr. erhalten blieb. Es lag daher nahe, dass der 287 oder 285 v. Chr. in Syracus geborene, am dortigen Königshof lebende Archimedes in Alexandria studierte. Vor allem gehörte dort Euklid zu seinen Lehrern. Nach Syracus zurückgekehrt, das damals noch griechische Kolonie war, widmete er sich ausschliesslich und mit grossem Erfolg den Wissenschaften.

Man ist immer wieder erstaunt, wie vielseitig die damaligen Mathematiker und Physiker waren und mit wie einfachen Mitteln sie zu Resultaten gelangten, die uns hohe Achtung abnötigen. Von den bedeutenden Abhandlungen Archimedes' über Mathematik und Physik, von denen übrigens noch 14 Schriften erhalten sind, seien erwähnt:

Berechnung des Kreisumfanges und der Kreisfläche. Für die Zahl Pi kam er zuerst auf 3 1/7, später auf den Wert 3 10/71. Er formulierte die Hebelgesetze und schuf damit Grundlagen der Mechanik, nahm Schwerpunktbestimmungen vor, schrieb Abhandlungen über Kugel und Zylinder und über schwimmende Körper (Auftrieb: archimedisches Prinzip). Übrigens soll Archimedes zu seinen für die Hydraulik wichtigen Überlegungen durch den Auftrag von König Hieron gekommen sein, ohne Zerstörung seiner Krone herauszufinden, ob diese aus purem Gold bestehe oder ein anderes Metall enthalte.

Von seinen Erfindungen wird der Flaschenzug noch heute allgemein verwendet. Die archimedische Schraube, die u. a. jahrhundertelang als Pumpe in den Windmühlen Hollands Verwendung fand, kommt heute in den modernen Schmutzwasserpumpwerken als robuste und unempfindliche Förderschnecke wieder zu Ehren.

Bei der Eroberung von Syracus durch die Römer im Jahre 212 v. Chr. wurde Archimedes von einem Soldaten ermordet.

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