Startseite  |  Verband  |  Weitere Leistungen  |  Soirée électrique  |  Soirée Rückblicke  |  5
druckenSeite drucken

Daniel Borel, Logitech




Veranstaltung vom 5. Dezember 2006
Fotogalerie: Soirée électrique und Innovationspreise 2006

Unter dem Motto „Innovation – a key for survival“ ging am 5. Dez. 2006 an der ETH Zürich eine weitere spannende Soirée électrique – veranstaltet vom Fachverein AMIV und Electrosuisse - über die Bühne. Der beinahe volle Hörsaal liess vermuten, dass dieser Abend nicht wie üblich nur ein Vortragsabend war. Nebst dem Gastreferat von Logitech-Gründer Daniel Borel fand nämlich auch die Verleihung der Innovationspreise 2006 statt.

Für die Moderation des Abends wurde Mona Vetsch eingeladen, welche sich gegenüber dem ihr bisher unbekannten Gebiet der Informations- und Energietechnik sichtlich interessiert zeigte. Nach ihrer charmanten Begrüssung übergab Sie das Mikrofon an den Gastreferenten Daniel Borel.

Das Erfolgskonzept von Logitech

1981 wurde die Firma Logitech von Daniel Borel, Pierluigi Zappacosta and Giacomo Marini in Apples VD gegründet. In diesem kleinen welschen Dorf wurde in einem Bauernhaus die erste optomechanische Maus entwickelt, welche 1982 auf den Markt kam. Nur 2 Jahre später brachte Logitech ihre erste kabellose Maus mit Infrarottechnologie auf den Markt.

In den 90er-Jahren erlebte Logitech eine rasante Entwicklung: die Produktpalette wurde auf verschiedenste Peripheriegeräte (Webkameras, Mäuse, Tastaturen, Lautsprecher, Headsets, Geräte für interaktive Spiele…) ausgedehnt, welche die Kommunikation und Arbeit in der digitalen Welt erleichtern und den Spielspass steigern. Um diese Produktevielfalt zu illustrieren, berechnet Borel mit erkennbarem Stolz, dass die 140 Mio verkauften Logitech-Produkte pro Jahr einer Verkaufsmenge von über 10 Produkten pro Sekunde entsprechen. Dank der Kombination wichtiger Schlüsseltechnologien, des preisgekrönten Designs, und selbstverständlich dank der kontinuierlichen Innovation kann sich das Schweizer Unternehmen heute – 25 Jahre später - als globaler Marktführer im Bereich der Peripheriegeräte behaupten. Logitech vertreibt ihre Produkte in über 100 Ländern, hat nebst der Schweiz Vertretungen in Kalifornien, Hong Kong, Tokio und Taiwan und beschäftigt weltweit über 7200 Mitarbeiter.

Die extrem schnelle Entwicklung, die im digitalen Markt vorherrscht, zeigte Borel anhand einiger Beispiele auf. So erreichte z.B. Google innerhalb von 8 Jahren einen Jahresumsatz von 148 Mrd. US-Dollar im Vergleich zu Nestlé, welche es nach 104 Jahren auf 142 Mrd. gebracht hat. Wie schnell sich eine Firma global verteilen kann, zeigt Skype, welche nach lediglich 2 Jahren 250'000 neue User pro Tag gewinnt.  Anhand dieser Beispiele wurde schnell klar, dass man in der informationstechnologischen Branche nur durch Outsourcing und Innovation überleben kann. Wer nicht ständig neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt, ist schnell weg vom Fenster bzw. von der Konkurrenz überholt. Dies führt zu Borels Überlebensstrategie: „reinvent every year“.

Im Anschluss an das Referat konnten sich die Zuhörer bei Häppchen und Musik über die 6 nominierten Projekte des Innovationspreises 2006 informieren. Nachdem Mona Vetsch jeder Gruppe einige kritische Fragen gestellt hat, fand die offizielle Preisverleihung statt.

Barbara Rubi,

Webdesign & CMS by INM AG