ETG-Fachtagung
2. April 2009
ETH Zürich
Lignes aériennes et câbles
Die energiepolitischen Ziele der Europäischen Union werden die künftigen Netztopologien in ganz Europa stark beeinflussen, die Schweiz miteingeschlossen. Die dazu ins Auge gefassten Transportkorridore - vor allem Freileitungen - stossen teilweise auf massiven Widerstand von Gemeinden und Bevölkerung. Realisierbare und zahlbare Alternativen sind gesucht. Für den Stromtransport im Hoch- und Höchstspannungsbereich über weite Strecken bietet sich zudem die Technologie Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) an.
Die Umsetzungsmassnahmen der EU beinhalten den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen für die elektrische Energieversorgung, aber auch die Förderung des Wettbewerbs durch den verstärkten Stromhandel. Die meisten neuen erneuerbaren Energiequellen kommen überwiegend verbrauchsfern vor. Deshalb gewinnt die Fernübertragung elektrischer Energie an Bedeutung. Der starke Trend in Richtung dezentraler Erzeugung wird zu grundlegenden Veränderungen in den Netzen führen. Wie aber Beispiele aus jüngster Vergangenheit zeigen, stossen neue, geplante Übertragungsleitungen zunehmend auf massiven Widerstand.

Im Rahmen dieser Tagung wurde auf konkrete Projekte im In- und Ausland eingegangen. Auch die Rolle, welche die HGÜ-Technologie beim Stromtransport über grosse Strecken spielen kann wurde beleuchtet. Zudem kamen betriebswirtschaftliche Aspekte zur Sprache und der Einfluss seitens des Stromversorgungsgesetz (StromVG) und der Stromversorgungsverordnung (StromVV), also der Politik - wurde analysiert.
Referate der Tagung zum Download: Folien (7.8 MB, zip)
Eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Prof. Göran Andersson,
ETH Zürich, hat zum Abschluss den Meinungsaustausch sinnvoll ergänzt.